Physische Sicherheitsbranche setzt auf neue Technologien

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08.03.2022

Laut einer repräsentativen Umfrage unter 2.000 Führungskräften wird sich die Rolle der Sicherheitsbranche  verändern. Im Fokus stehen Cloud-Migration und Zutrittskontrolle

Genetec, führender Technologie-Anbieter für vereinheitlichtes Sicherheitsmanagement, öffentliche Sicherheit und Business Intelligence, hat die Ergebnisse seiner Studie zur Lage der physischen Sicherheitsbranche veröffentlicht. Im Rahmen der Erhebung wurden weltweit über 2.000 Führungskräfte dazu befragt, wie sich die Rolle der physischen Sicherheit im Jahr 2021 weiterentwickelt hat und wie sich Unternehmen an die veränderten Bedingungen angepasst haben.

Die Rolle der physischen Sicherheit ist im Wandel
Die physische Sicherheit wird nicht mehr nur als Instrument zur Risikominderung wahrgenommen. Vielmehr spielt sie nun eine zentrale Rolle in der digitalen Transformation von Unternehmen. Über zwei Drittel (69 %) der Befragten bezeichneten physische Sicherheit und die daraus gewonnenen Daten als „unternehmenskritisch“. Vor allem größere Unternehmen erkennen zunehmend den Wert der von ihren physischen Sicherheitssystemen gesammelten Daten: Gut 46 % gaben an, dass sie ihre Sicherheitssysteme zur Verbesserung der gesamten Unternehmenseffizienz, der Produktivität und der Anlagenoptimierung nutzen.

Einige Teilnehmer gaben individuell an, in den kommenden zwölf Monaten in Datenmanagementlösungen investieren zu wollen, um die Funktionalität ihrer physischen Sicherheitsinfrastruktur voranzutreiben oder zu verbessern. Die Umfrage ergab darüber hinaus, dass ein zunehmender Anteil der Unternehmen (36 %) in vereinheitlichte Lösungen investiert, um die Wartung, Sichtbarkeit und Datenerfassung über alle eingesetzten Systeme hinweg zu erleichtern und so die Funktionalität und den Betrieb zu optimieren. Im Rahmen der letztjährigen Studie planten nur 31 % entsprechende Investitionen. Mehr als jeder zweite Befragte (51 %) bestätigte, dass in Videoanalyse investiert wurde, um die Funktionalität installierter Anlagen zu verbessern und Geschäftsprozesse digital zu transformieren.

„Schon vor der Pandemie spielte die physische Sicherheit eine immer wichtigere Rolle in den Bereichen Business Intelligence und Operations. In den vergangenen zwei Jahren hat sie sich als strategischer Vorteil erwiesen, um eine Vielzahl unterschiedlicher Herausforderungen zu bewältigen“, sagt Pervez R. Siddiqui, Vice President Offerings and Transformation bei Genetec. „Wenn wir die Pandemie überwunden haben, werden sich Unternehmen mit drei verschiedenen Trends auseinandersetzen müssen: Veränderungen in der physischen Dimension der Arbeit, da sich Arbeitsbereiche zunehmend verändern, die Automatisierung alltäglicher Prozesse, um die Produktivität und die Mitarbeiterbindung zu steigern, und das Interesse auf Vorstandsebene, die betriebliche Widerstandsfähigkeit durch integriertes Risikomanagement zu erhöhen.“

Cloud-Migration nimmt Fahrt auf
Cloud-basierte Lösungen haben im Rahmen der Pandemie und dem damit einhergehenden eingeschränkten Zugang zu physischen Standorten einen Schub erfahren. Solche Cloud-Lösungen ermöglichen es Unternehmen, Videostreams aus der Ferne zu überwachen, Kameras zu steuern, den Systemzustand im Auge zu behalten, Wartungsarbeiten per Fernwartung durchzuführen und Firmware/Software zu aktualisieren. Die Umfrage ergab, dass 45 % der größten Unternehmen (mit mehr als 1.000 Mitarbeitern) bereits Cloud-Lösungen einsetzen. Das ist ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Jahr 2020, in dem lediglich 26 % der Befragten angaben, mit dem Einsatz von Cloud-Lösungen begonnen zu haben. Ganze 94 % bestätigten, dass sie langfristig den Einsatz von Cloud- oder Hybrid-Cloud-Lösungen planen.

„Die Akzeptanz von Cloud- und Hybrid-Cloud-Lösungen nimmt in der Sicherheitsbranche rasant zu“, sagt Christian Morin, Vice President Product Engineering und CSO bei Genetec. „Viele Verantwortliche für physische Sicherheit haben in der Vergangenheit gezögert, wenn es um den Einsatz von Cloud-basierten Lösungen ging. Mittlerweile haben sie aber die Vorteile verstanden und erkannt, wie ihnen solche Lösungen helfen können, ihre Ressourcen besser zu nutzen, um ihre Geschäftsziele zu erreichen und gleichzeitig die Komplexität betrieblicher Prozesse zu minimieren.“

Investitionen in die Zutrittskontrolle steigen
Auf die Frage, in welche Art von Lösungen sie in den kommenden zwölf Monaten investieren möchten, um ihre physischen Sicherheitssysteme zu verbessern, nannte mehr als die Hälfte der Befragten (52 %) die Zutrittskontrolle.
„Herkömmliche Zutrittskontrollsysteme basieren auf veralteten Technologien, die Cyber-Bedrohungen Tür und Tor öffnen“, sagt Thibaut Louvet, Director Access Control Product Group bei Genetec. „Es ist beruhigend, dass Unternehmen jetzt den notwendigen nächsten Schritt gehen, um ihre Zutrittskontrollsysteme zu modernisieren und cybersicher zu machen.“

Der vollständige Report kann hier heruntergeladen werden: https://www.genetec.com/de/preview/a/report-zur-lage-der-physischen-sicherheit

Methodik der Umfrage
Genetec befragte vom 26. Oktober bis zum 26. November 2021 Fachleute für physische Sicherheit. Nach einer Überprüfung der eingereichten Beiträge und einer Datenbereinigung wurden 2.011 Befragte in die Stichprobe für die Analyse aufgenommen. Die Umfrage wurde in allen Regionen durchgeführt, einschließlich Nordamerika, Mittelamerika, Karibik, Südamerika, Europa, Naher Osten, Afrika, Ostasien, Südasien, Südostasien, Zentralasien, Westasien und Australien-Neuseeland.

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Über den Autor: Redaktion Prosecurity

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